
Kurzbeschreibung:
Die Gemeinde Langenhorn liegt im Landkreis Nordfriesland, im Bundesland Schleswig-Holstein, in der Nähe von Flensburg und Husum. Der Ort hat ca. 3.400 Einwohner und besteht aus den Ortsteilen: West- und Ost-Langenhorn, Loheide, Mönkebüll und Efkebüll.
Derzeit befinden sich im Gemeindegebiet bereits zwei getrennte Nahwärmenetze in Betrieb, die aus Biogas und Strom erzeugte Wärme den Kunden zur Verfügung stellen.
Im Rahmen dieser Machbarkeitsstudie soll das Gemeindegebiet hinsichtlich technischer und ökonomischer Eignung eines weiteren Ausbaus von Nahwärmenetzen untersucht werden. Im Zuge der geplanten Studie soll im Ortsteil West-Langenhorn eine Untersuchung durchgeführt werden, die im Ergebnis den am besten geeigneten Standort für ein künftiges Netz bestimmt. Die Netzgröße soll mindestens 20 Wohngebäude umfassen. Es ist vorgesehen, die detaillierten Kosten zu evaluieren, ein konkretes Wärmelieferangebot an die Bewohner zu erarbeiten und eine Abfrage des Anschlussinteresses durchzuführen.
Konzept des Wärmenetzes:
Der jährliche Wärmebedarf im Ort liegt bei über 33 GWh. Davon werden etwa 26 GWh durch Öl und Gas gedeckt. Eine Reduktion der CO2-Emissionen, die mit der Wärmeversorgung einhergehen, lässt sich nur durch eine Verminderung des Wärmebedarfs und einem Wechsel des Energieträgers von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energieträgern realisieren. Aktuell haben 84,5% der Gebäude in Langenhorn eine eigene Heizungsanlage. 11,5% nutzen Fernwärme (Redlingsweg HansWerk Natur), die restlichen Gebäude haben KWK Anlagen oder sonstige Wärmeerzeugungsanlagen im Einsatz. Das bestehende Nahwärmenetz im Redlingsweg der HanseWerk Natur befindet sich nicht im Untersuchungsraum.
Das geplante neue Wärmenetz soll die Dekarbonisierung der im Untersuchungsraum befindlichen Häuser ermöglichen. Bis 2040 soll mittels Nahwärme aus mehreren Wärmepumpen und dem vor Ort erzeugten Strom des örtlichen Bürgerwindparks die erwünschte CO2 - Reduzierung im Wärmebereich erfolgen. Da die Wärmepumpen mit CO2 freiem Strom aus lokaler Windenergie betrieben werden sollen, versorgt das künftige Netz die Gebäude zu 100% CO2 frei.
Zeitplanung Machbarkeitsstudie:
Mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie hat die Gemeinwohlgenossenschaft Nord eG im September 2025 (nach Erhalt des Förderbescheides) begonnen und der Abschluss ist für Mitte 2026 geplant.
Es sind weitere Termine in 2026 geplant, die an dieser Stelle angekündigt werden.