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Konvoi Amt Rantzau (10 Gemeinden)

REINSTEIN hat die kommunale Wärmeplanung der 10 Amtsgemeinden in der Zeit von Juni bis Oktober 2025 durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen.

Das Amt Rantzau ist eine interkommunale Kooperation im Nordosten des Kreises Pinneberg in Schleswig-Holstein. Im Norden grenzt das Amt an das Amt Hörnerkirchen, im Westen an das Amt Elmshorn-Land, Elmshorn und Tornesch, im Süden an das Amt Pinnau und die Stadt Quickborn und im Osten an den Kreis Segeberg. In den 10 amtsangehörigen Gemeinden leben etwa 9.200 Menschen auf einer Fläche von 112 km². Der Amtsbezirk Rantzau ist durch ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum bei gleichzeitig geringer Siedlungsdichte geprägt. Die energetische Ausgangslage ist herausfordernd.

Der Wärmebedarf in Rantzau liegt mit jährlich 141 GWh fast doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt. Die Wärmeversorgung erfolgt derzeit zu 94 % aus fossilen Energieträgern, überwiegend Erdgas und Heizöl. Die energetische Sanierung und Erneuerbare Wärmequellen sind wichtige Instrumente zur Sicherung der Energieversorgung.

Potenziale
Energieeinsparung: ca. 25 % Reduzierung des gesamten Wärmeverbrauchs ist möglich: Erneuerbare Wärmequellen (Biomasse und die perspektivische Nutzung des lokal erzeugten Stroms aus Windkraftanlagen zur Wärmeerzeugung) ergänzen das vorhandene Potenzial.

Fokusgebiete für zentrale Wärmeversorgung
Fünf Fokusgebiete mit ausreichender Wärmeliniendichte für eine netzgebundene
Wärmeversorgung wurden identifiziert:
Bilsen, Bokholt-Hanredder, Ellerhopp, Hemdingen und Langeln

In diesen Bereichen könnte nach Beurteilung der Autoren eine zentrale Wärmeversorgung wirtschaftlich umgesetzt werden – unter Einbeziehung lokaler Wärmeerzeugung und erneuerbarer Energien durch noch zu errichtende Windkraftanlagen.

Zielszenarien bis 2040
Dekarbonisierungspfad: Reduktion des fossilen Anteils auf 0 %, Entwicklung
und weiterer Ausbau der zentralen Versorgung auf ca. 11 % Anteil an der
Gesamtwärmeversorgung.
Zentrale Wärmenetze werden vorrangig in Fokusgebieten entwickelt,
dezentrale Lösungen mit Wärmepumpen und Ökostrom in den übrigen Gemeindegebieten forciert.

Maßnahmen

  1. Sanierung der Gebäudehülle (z. B. Dämmung, Fenster, Dach) mit flankierender Energieberatung
  2. Aufbau zentraler Wärmenetze in geeigneten Gebieten
  3. Förderung erneuerbarer Energien und effizienter Heiztechniken
  4. Kommunikation und Beteiligung der Bevölkerung (z. B. Infoveranstaltungen und Sensibilisierung hinsichtlich energetischer Effizienz)

Fazit

Die strategische Wärmeplanung zeigt, dass eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 mit erheblichen Anstrengungen möglich ist. Es erfordert seitens der Bewohner die Bereitschaft und finanzielle Möglichkeit, vorhandene Gebäude energetisch zu sanieren. Lokale Wärmenetze müssen hinsichtlich ihrer Machbarkeit untersucht und bei entsprechend positivem Ergebnis realisiert werden. Für die Umsetzung braucht es neben technischer Planung auch langfristiges politisches Engagement, eine nicht zu renditeorientierte Wärmevertriebsgesellschaft und grundsätzlich eine ausreichende Akzeptanz in der Bevölkerung.

Standort:

Galerie:

Öffentliche Termine:

Es sind aktuell keine weiteren Termine geplant. Die kommunale Wärmeplanung ist abgeschlossen.

Eine Erstberatung wird oftmals gefördert und ist i.d.R. kostenlos.

zur energieberatung der Verbraucherzentrale
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